Pneumatische Förderer können je nach Betriebssituation und Produkteigenschaft sowohl zur Saugförderung als auch zur Druckförderung verwendet werden.

- als pneumatische Fließrinne
- als Saugförderung
- im Niederdruckbereich als Schleusenförderer
- im Mitteldruckbereich als Druckgefäßförderer
- im Hochdruckbereich als Pfropfenförderer für besonders schwerfließende Produkte
  oder extrem lange Förderwege

Eine Pulversauganlage dient dem pneumatischen Fördern von leichten Schüttgütern und benötigt einen gehobenen Energiebedarf. Während der zeitregelbaren Förderphase wird das Schüttgut in den Abscheider gesaugt, wo es sich in dem unteren Sammelkonus absetzt. Die Saugluft wird in dem reichlich bemessenen Filter gereinigt und als Abluft abgeblasen. Nach erreichen des gewünschten Füllstandes schaltet das Gebläse um. Der Gegendruckluftstrom reinigt den Filter, öffnet die gewichtsbelastete Auslaufklappe und fördert das Schüttgut in den nachfolgenden Behälter oder in die Verarbeitungsmaschine.

Die Saugförderung ist ein wirtschaftliches Förderverfahren für alle rieselfähigen Schüttgüter wie Kunststoffgranulate, Renegate, Getreide, Reis, Mais, Kaffee, Erdnüsse u.s.w. Während der Saugphase dieses diskontinuierlichen Verfahrens wird das Fördergut durch einen Saugluftstrom von dem Teleskopsaugrohr aufgenommen, über die flexible Saugleitung in den Abscheider gesaugt und in dem unteren Konus gesammelt. Der Filter im Oberteil des Abscheiders reinigt gleichzeitig die Saugluft, welche als Abluft das Gebläse verläßt. Nach einer begrenzten Förderzeit schaltet die Gegenblasvorrichtung das Gebläse um und leitet die Druckphase ein. Dabei stellt sich im Abscheider ein Überdruck ein, welcher die gewichtsbelastete Klappe in der Konusspitze öffnet und das Fördergut abfließen läßt.

Für die Dichtstromförderung eignen sich Pulver und Granulate aller Art als Fördergut. Das besondere Merkmal von Dichtstromförderanlagen sind sehr hohe Leistungen bei geringem Energieverbrauch. Bei zusätzlich zwischengeschalteten Aktivatoren, sind weite Förderwege überbrückbar. Nach dem füllen des Drucksenders wird der obere Einlaufkegel druckdicht verschlossen. Der Förderdruck und die Luftmenge werden von einem Drehkolbenverdichter (ölfrei) erzeugt. Die Druckverteilung für Drucksender, Fluidisierboden und Bypaß wird druckabhängig gesteuert und somit die Förderleistung und Geschwindigkeit des Produktes bestimmt.

Die Pfropfenförderung dient vorzugsweise zur Förderung von Pulvern aller Art. Vom Aufgabebehälter fällt das Fördergut durch einen Kegelverschluß bzw. wahlweise Kugelhahn, Schleuse oder Flachschieber in den Drucksender. Wird der gewünschte Füllstand erreicht, schließt die Einfüllöffnung. Das einsetzende Förderdruckgas  schiebt das Fördergut in den Pulsator. Hier teilt ein zusätzlich zugeführter pulsierender Druckgasstrom das Fördergut in einzelne Pfropfen, welche dann durch gewünschte Gaspolster getrennt, weitergeschoben werden. Das schieben des Fördergutes ist zugleich unkompliziert, anlagenschonend, energiearm, sehr leistungsfähig und besonders produktschonend durch geringe Geschwindigkeit.
Besondere Einsatzgebiete : Dosierte Beschickung von Waagen oder Behältern.

 ©Göritzhainer Maschinenfabrik - letztes Update: 20/07/07 13:52:59